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Montag, 10. Oktober 2016

Von der Enttäuschung einer Mutter





1

Am achten Mai des Jahres 1979 gebar Melitta Ponisch unter Schmerzen ihren Sohn Walter im Landeskrankenhaus Graz. Er war ihr erstes Kind und sollte ihr einziges bleiben.
Sie war zweiunddreißig Jahre alt und besaß einen kleinen Frisiersalon in Gratwein, einem kleinen Dorf im Grazer Umland.

Der Vater des Kindes war eine Zufallsbekanntschaft Melittas. Sie hatte ihn im Gasthaus ‘Zur Erle’ kennengelernt und war alsbald schwanger geworden. Manfred Hubmann, so hatte Walters Vater geheißen, war ein gebürtiger Wiener, den es in die Steiermark verschlagen hatte, nämlich nach Gratkorn, einem Nachbarort Gratweins. Er war Tischler von Beruf, doch seine wahre Berufung war der Alkohol. Er verrichtete Schwarzarbeit, wenn er Geld brauchte, und das damit Eingenommene trug er sogleich in die Gasthäuser der Umgebung.
Nachdem Melitta ihm von ihrer Schwangerschaft erzählt hatte, packte er seinen Koffer und fuhr zurück nach Wien, wo er im Jahr 1981 im Zuge einer Kneipenschlägerei von einem Aschenbecher derart unglücklich am Kopf getroffen wurde, dass er drei Tage später starb.
Melitta war über sein Ableben weder traurig noch bestürzt - sie hatte es kommen sehen. Manfred Hubmann hätte aber ohnehin keine Rolle im Leben von Melitta und Walter Ponisch gespielt - eine solche war ihm nicht zugedacht, weder in finanzieller noch in erzieherischer Hinsicht.

Seit ihrem zwanzigsten Lebensjahr hatte Melitta von einem Kind geträumt. Sie war Beziehungen mit einigen Männern eingegangen, doch waren sie stets von kurzer Dauer. Die Männer waren einfach davongelaufen, vor ihr geflüchtet.
Die Beweggründe, die sie angeführt hatten, waren stets die selben gewesen. Obgleich Melitta eine wirklich attraktive Frau war, das hatten sie ihr ohne Ausnahme konzediert, war ihre mütterliche Wesensart einfach zu viel für die Männer. Sie hatte es stets gut gemeint, ihnen alle Wünsche von den Augen abgelesen, doch hatten die Männer ihre eigenen Mütter noch zu gut in Erinnerung, als dass sie das Bett mit einer Frau von ähnlicher Art hätten teilen wollen.
Melitta Ponisch nahm diesen Umstand mit wachsender Gelassenheit hin, während ihr Wunsch nach einem Kind immer größer wurde.
1979 wurde ihr dieser Wunsch erfüllt. Melitta war überglücklich und davon überzeugt, dass ihr Kind nichts anderes werden würde als eine Bereicherung ihres Lebens und dass Walter sie niemals enttäuschen würde.
Es sollte anders kommen.


2

“Fräulein Ponisch, bitte kommen sie sofort in die Schule!”
Die Stimme der Klassenlehrerin ihres Sohnes klang gleichermaßen aufgeregt wie verzweifelt.
“Was ist denn geschehen?”, fragte Melitta.
“Bitte kommen sie schnell. Die Gendarmerie ist auch schon da, um den Vorfall aufzunehmen.”
Melitta bat die beiden Damen, die in ihrem Salon darauf warteten, dass ihnen die Haare geschnitten würden, am Nachmittag wiederzukommen. Ihr Sohn hätte sich wohl in der Schule beim Sport verletzt.
Es war der sechzehnte Juni 1986.
Sie eilte zur Schule, vor der das Gendarmerieauto geparkt war, und sah eine Krankenwagen mit Blaulicht und eingeschaltetem Martinshorn davonfahren.
Der Schuldirektor kam ihr entgegen, reichte ihr die Hand und sagte: “Bitte kommen sie mit. Walter wird gerade von den Gendarmen zu dem Vorfall befragt. Er befindet sich in meinem Büro.”
Melitta folgte ihm und rief, als sie ihren Sohn vor zwei Uniformierten sitzen sah: “Was bilden sie sich ein, meinen Walter zu verhören!”
Einer der Gendarmen sagte zu Walter: “Los! Erzähl deiner Mutter, was du angestellt hast!”
Das Kind wandte sich um und sah seine Mutter mit einem triumphierenden Blick an.
Der andere Gendarm hielt ihr eine lange Schere in einer Beweistüte aus durchsichtigem Plastik vors Gesicht. Die Schere war blutverschmiert, und zwar auf den ersten zwei Zentimetern jeder Klinge.
Melitta war einer Ohnmacht nahe.
“Aber Walter”, stammelte sie. “Was hast du nur gemacht?”
Der Direktor sagte: “Ihr Sohn hat Julia Breitler mit dieser Schere beinahe das rechte Auge ausgestochen. Es ist gut möglich, dass sie auf diesem Auge blind ist.”
Melitta umarmte ihren Sohn und flüsterte: “Es war ein Unfall, oder? Bitte sag mir, dass es ein schrecklicher Unfall war!”
Walter schob sie weg und sagte: “Nein! Ich habe Julia wehtun wollen!”
“Aber warum, Walter?”
“Weil sie gemein zu mir war. Sie hat meinen Farbstift genommen und wollte ihn mir nicht zurückgeben.”
Sie war fassungslos.
“Aber wegen eines Stiftes verletzt man doch niemanden!”
“Ich schon!”, gab er trotzig zurück.
Der Direktor zog Melitta zu Seite.
“Ich fürchte, Walter wird nicht an dieser Schule bleiben können, Fräulein Ponisch.”
“Aber wo soll er denn dann hin?”, fragte sie verzweifelt.
“Ich weiß es, ehrlich gesagt, auch nicht. Nach einem derart schweren Vorfall wird es jedenfalls nicht leicht werden, Walter in einer anderen Schule unterzubringen.”
“Das war das erste Mal, dass er so etwas gemacht hat. Normalerweise ist er ein ruhiges und liebenswertes Kind.”
“Ich kann mir seine Tat auch nicht erklären.” Er sah auf Walter. “Die Befragung scheint zu Ende zu sein.”

Julia Breitlers Augenlicht konnte dank hervorragender Ärzte gerettet werden.
Ein Elternabend wurde einberufen, auf welchem der Vorfall ausführlich diskutiert wurde. Julias Eltern waren froh, dass ihre Tochter keine bleibenden Schäden erlitten hatte und schlugen sich zur Überraschung aller Anwesenden auf Walters Seite. Sie wollten die Angelegenheit so rasch und still wie möglich beilegen und baten die anderen Eltern, die Sache zu vergessen. Ihre Tochter hätte nicht zum ersten Mal fremde Gegenstände an sich genommen, das Wort gestohlen vermieden sie, und Walter hätte überreagiert.
Er durfte an der Gratweiner Volksschule verbleiben.

Melitta Ponisch rang mit sich, ob sie Walter für seine Gewalttat hart bestrafen, oder ob sie diese als einen einmaligen Ausrutscher ihres Sohnes hinnehmen sollte.
Sie entschied sich für Letzteres in der Hoffnung, dass dieser Vorfall die einzige Enttäuschung bliebe, die Walter ihr zumuten würde. Da dieser sich einsichtig gab, wurde sie in dieser Hoffnung bestätigt, zumal er Julia im Krankenhaus besuchte, um mit ihr gemeinsam die Hausaufgaben zu machen.


3

Nach der Volksschule wollte Walter die Gratweiner Hauptschule besuchen und danach eine Lehre zum Schlosser absolvieren. Seine Volksschullehrerin hatte Melitta zwar geraten, ihn ein Gymnasium besuchen zu lassen, doch er wollte das Dorf nicht verlassen müssen, um in die Schule zu gelangen. Ein gewichtiger Grund hierfür war Peter Handl. Er war in der Grundschule zu Walters bestem Freund geworden, ein Umstand, der Melitta einige Sorgen bereitete.
Peter Handl war der Sohn einer Ärztin und eines Architekten, die beide viel Geld verdienten, doch wenig Zeit für ihr Kind hatten. Sie kauften ihm zwar alles was er haben wollte, ansonsten jedoch überließen sie ihn sich selbst. Er wollte die Hauptschule besuchen, da er keinen Sinn darin sah, sich auf dem Gymnasium durch Unmengen an Lernstoff zu quälen. Seine Eltern nahmen davon kaum Notiz, sie waren zu sehr mit ihren eigenen Leben beschäftigt.

Als Walter Ponisch dreizehn Jahre alt war, begann er zu trinken. Seiner Mutter fiel dies anfangs nicht auf, den er konsumierte vorzugsweise Getränke wie Vodka, die beinahe geruchlos waren.
Sein Freund Peter kam für die Kosten auf. Dies fiel ihm leicht, denn seine Eltern gaben ihm ein fürstliches Taschengeld, während Walter nur geringe Summen von seiner Mutter erhielt.
Bald begannen Gerüchte die Runde im Dorf zu machen. Es wurde erzählt, dass Walter und Peter oft betrunken gesehen wurden, und auch die Kundinnen in Melitta Ponischs Frisiersalon unterhielten sich über den Alkoholismus der beiden Dreizehnjährigen. Melitta wollte das nicht wahrhaben - ihr Sohn konnte einfach kein Trinker sein.
Als er eines Tages nicht von der Schule nach Hause kam, begann sie sich Sorgen zu machen und rief Peter Handls Mutter an um sie zu fragen ob sie wüsste, wo die beiden Jungen stecken konnten. Da ihr Peters Mutter keine Auskunft geben konnte, wartete Melitta, bis Walter nach Hause kam.
Um dreiundzwanzig Uhr betrat er das Haus und begann sogleich zu fluchen, denn er brachte es nicht fertig, seine Schuhbänder zu öffnen.
Seine Mutter drehte das Licht an und erschrak.
“Walter!”, rief sie. “Du bist ja betrunken!”
“Na und? Was geht dich das an?”, gab er patzig zurück.
“Was mich das angeht, willst du wissen? Du bist dreizehn Jahre alt und trinkst wie ein Erwachsener!”
“Ach, lass mich doch in Ruhe!”
“Nein, mein Herr! Du setzt dich jetzt an den Tisch und erklärst mir, warum du säufst!”
“Du kannst mich mal!”, brüllte Walter.
Melitta wurde abwechselnd heiß und kalt. Nie hätte sie sich träumen lassen, dass ihr Sohn, für den sie immer alles getan hatte, so mit ihr sprechen würde.
“Wie bitte?”, fragte sie leise und mit einem drohenden Unterton in der Stimme.
“Du hast mich schon verstanden!”
Aus ihm sprach der Alkohol.
Melitta packte ihren Sohn am Oberarm und wollte ihn zum Tisch ziehen, um ihm eine Standpauke zu halten. Es kam zu einem Handgemenge, in dessen Verlauf Walter Ponisch seiner Mutter unter derben Flüchen zwei Ohrfeigen verabreichte.
Sie erstarrte.
Walter wurde schlagartig bewusst, was er getan hatte, und es tat ihm leid. Dennoch entschuldigte er sich nicht. Es entsprach einfach nicht seiner Natur, Fehler einzugestehen und um Verzeihung zu bitten.
“Das hast du nun davon!”, murmelte er und ließ seine weinende Mutter in der Küche stehen und torkelte die Treppe in den ersten Stock hinauf, wo sein Zimmer lag.

Seit dieser Nacht sah Melitta Ponisch ihren Sohn Walter mit anderen Augen. Güte, Herzlichkeit und Menschlichkeit waren ihm fremd; Egoismus, Gewalt und Ausschweifung war das, was in ihm war.
Melitta weinte sich in den Schlaf und überdeckte ihr blaues Auge am nächsten Morgen mit einer dicken Schicht Make-up.


4

Seine Schlosserlehre brach Walter Ponisch nach nur drei Wochen ab und ließ sich den Rest des Jahres von seiner Mutter aushalten. Er traf sich oft mit Peter Handl, der eine Tischlerlehre absolvierte.
Melitta Ponisch hatte sich mit dem Trinkverhalten ihres Sohnes abgefunden, doch ermahnte sie ihn oft, Maß zu halten. Eines Tages befand sie es für an der Zeit, dass Walter sich eine Freundin suchte.
“Walter, wie sieht es eigentlich mit den Mädchen aus?”, fragte sie.
“Die sind alle blöd”, antwortete er.
“Warum sind sie denn blöd?”
“Ich weiß es auch nicht!”, rief er. “Peter und ich gefallen den Mädchen einfach nicht.”
“Das liegt vielleicht daran, dass ihr zu viel trinkt”, gab sie zu bedenken.
Walter überlegte einige Sekunden.
“Nein, daran liegt es sicher nicht! Mädchen sind eben blöd.”

Drei Wochen nach diesem Gespräch brachte er Julia Egger mit nach Hause. Sie war siebzehn Jahre alt, also ein Jahr älter als er, und hatte in Gratwein einen schlechten Ruf. Als sie dreizehn war, hatte ihre Mutter sie ins Auto gesetzt und in ein Grazer Krankenhaus gebracht. Angeblich ließ sie sich dort wegen einer Darminfektion behandeln, doch bald machten Gerüchte ihre unvermeidliche Runde, dass ein Schwangerschaftsabbruch der wahre Grund für den Spitalsaufenthalt gewesen wäre.
Melitta war ob der Beziehung ihres Sohnes zu einem solchen Mädchen sehr unglücklich, doch hoffte sie insgeheim, dass Julia ihn auf den rechten Weg führen würde.
Bald musste sie jedoch erkennen, dass Julia ihren Walter nur noch tiefer nach unten zog.
Sie trank ebenfalls viel, und wenn die beiden betrunken waren, gellten oft Schreie durch das Haus, auch zu Handgreiflichkeiten kam es.
Melitta versuchte mit Julias Mutter zu sprechen, sie wollte sie dazu bewegen, ihrer Tochter ins Gewissen zu reden. Als sie jedoch sah, in welchen Verhältnissen die Eggers zu leben gezwungen waren, wunderte sie sich, dass Julia wenigstens zu dem verschwindend geringen Teil wohlgeraten war, den sie an ihr ausmachen konnte.

Eines Tages im Sommer 1996 kehrte Walter Ponisch alleine und verändert von einer Fete im Haus seines Freundes Peter zurück. Melitta fragte ihn, was er hätte, doch er verweigerte jegliche Auskunft.
Am nächsten Tag stand die Gendarmerie vor dem Haus und nahm Walter mit.
Julia Egger war auf der Party unter ungeklärten Umständen zu Tode gekommen. Es hieß, Walter hätte sie in flagranti mit Peter erwischt und wäre daraufhin in einen heftigen, nicht nur mit Worten geführten Streit mit ihr geraten. Es hieß, sie wäre an schweren inneren Verletzungen gestorben. Keiner der insgesamt elf Gäste der Party sagte etwas Belastendes über Walter aus, also wurde er auf freien Fuß gesetzt.
Melitta Ponisch beschlich der böseste Verdacht, den eine Mutter haben kann - dass ihr Sohn einen Mord begangen haben könnte.
Die Kundinnen hielten ihrem Salon die Treue, auch wenn sie Melitta ungewöhnlich oft nach Walter fragten. Diese Fragen pflegte sie stets ehrlich zu beantworten - mit nichts anderem als Seufzern.

Am siebenten August dieses Jahres verschwand Walter Ponisch aus Gratwein und seine Mutter sollte ihn nicht mehr lebend zu Gesicht bekommen.
Er hatte ihr einen Brief hinterlassen, in welchem er zugab, schuld am Tode Julia Eggers gewesen zu sein.
Melitta verbrannte den Brief, nachdem sie ihn gelesen hatte. Kein Mensch sollte vom Verbrechen ihres Sohnes erfahren. Doch es half nichts. Die Flammen vernichteten zwar den schriftlichen Beweis, doch das Wissen um den Mord oder Totschlag konnten sie nicht auslöschen. Bis zum Tag ihres Todes würde Melitta Ponisch unter dieser Tatsache zu leiden haben, das wusste sie.
Walter hatte in seinem Brief keine Angaben gemacht, wohin er zu gehen gedachte, auch hatte er weder sein Prämiensparbuch mitgenommen noch seiner Mutter Geld aus der Handtasche entwendet. Er hatte Gratwein mittellos verlassen, bloß einen großen Rucksack hatte er mitgenommen, mit ein paar Kleidungsstücken und Schuhen darin.
Peter Handl wusste nichts davon, dass sein bester Freund das Dorf verlassen hatte. Walter hatte ihn weder um Geld gebeten noch Andeutungen über eine geplante Abreise gemacht.

Es blieb in Gratwein nicht lange ein Geheimnis, dass Walter gegangen war. Die Leute tuschelten über ihn und verbreiteten die wildesten Gerüchte, wo er gelandet war: im Gefängnis beispielsweise, im Wald als Einsiedler, sogar in der Hölle wähnte ihn die Dorfbevölkerung.
In der Hölle, wenigstens in einer Art davon, befand sich vielmehr Melitta. Ihre Kundinnen fragten oft, ob sie etwas von ihrem Sohn gehört oder über seinen Verbleib erfahren hätte. Sie konnte diese Fragen bloß mit Kopfschütteln beantworten, währenddessen sie bekümmert dreinblickte und seufzte.
An den Abenden saß sie meist in ihrer Küche und wartete auf das Klingeln des Telefons und Walters Stimme am anderen Ende der Leitung.
Allein, sie wartete vergebens.


5

Im Laufe der Jahre unternahm Melitta Ponisch zahlreiche Versuche, den Aufenthaltsort ihres Sohnes in Erfahrung zu bringen, doch alle scheiterten. Sie malte sich oft aus, was er machte und wie es ihm ginge, und am dreiundzwanzigsten Dezember 2000 hatte sie die Gewissheit, dass Walter in Wien war.
Sein Leichnam lag, wie sei von den beiden Gendarmen erfuhr, in der Wiener Gerichtsmedizin. Eine Identifizierung war nicht notwendig, wurde ihr mitgeteilt, dies hätte seine Freundin, eine Prostituierte, bereits erledigt.
Walter Ponisch war in eine Schießerei in einer Rotlichtbar geraten und hatte drei Kugeln ins Herz abbekommen. Melitta wusste sofort, dass er kein zufälliges Opfer war - er war regelrecht hingerichtet worden.
Seine sterblichen Überreste wurden eingeäschert und die Urne im beisein Melittas auf dem Wiener Zentralfriedhof beigesetzt. Sie hatte wortlos an der Zeremonie teilgenommen und war danach mit dem nächsten Zug nach Gratwein zurückgefahren.

Die Beileidsbekundungen der Gratweiner ließ sie in stoischer Ruhe über sich ergehen, lediglich Walters Volksschullehrerin, die eine gute Kundin ihres Salons war, teilte sie ihr Sicht auf Walter mit: “Mein Sohn hat es einfach nicht geschafft. Ich habe ihn oft als Enttäuschung gesehen, dabei war er der Enttäuschte. Sein Leben hat ihn enttäuscht. So traurig das ist, so war es eben.”

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